Neues Studienregelwerk an der Goethe-Uni: Risiko Exmatrikulation
Die Goethe-Universität Frankfurt plant neue Regeln, die Studierende unter Druck setzen. Wer die Studienzeiten nicht einhält, kann damit die Exmatrikulation riskieren.
Die Goethe-Universität Frankfurt am Main plant ein neues Regelwerk, das stärkere Kontrollen über die Studienfortschritte von Studierenden einführen möchte. Wer nicht in einem festgelegten Zeitraum seinen Studienverlauf absolviert, läuft Gefahr, exmatrikuliert zu werden. Diese Maßnahme wird als Versuch angesehen, die Effizienz der Studiengänge zu steigern, doch sie wirft Fragen auf: Ist es wirklich zielführend, Studierende unter solchen Druck zu setzen? Was passiert mit denjenigen, die aus verschiedenen Gründen, sei es persönliche oder gesundheitliche, nicht in der Lage sind, die verlangten Leistungen zu erbringen?
In der Diskussion um diese neuen Regeln wird oft der Fokus auf die vermeintlichen Vorteile gelegt, wie zum Beispiel eine schnellere Absolventenquote und eine bessere Planung der Ressourcen an der Universität. Doch die Kehrseite wird kaum beleuchtet. Was geschieht mit den Individuen, die vielleicht mehr Zeit benötigen, um ihr Studium erfolgreich abzuschließen? Die neue Regelung könnte insbesondere jene Studierenden benachteiligen, die aus finanziellen oder familiären Gründen weniger Zeit für ihr Studium aufbringen können. Wird das Bildungssystem hier wirklich gerechter, oder wird vielmehr ein standardisiertes Erfolgsmodell gefördert, das vielen nicht gerecht wird?